Fördermaßnahmen
2. Vorüberlegungen zu Förderkonzepten
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3. Vorgaben im Unterricht und
Fördermöglichkeiten
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4. Förderung in "Deutsch als Zweitsprache"
6. Auswirkungen auf die schulische
Organisation
Im bisherigen Konzept unserer Schule wird davon ausgegangen, dass mit unterschiedlichstem Förderbedarf gerechnet wird, der auch vorgehalten werden muss. Dies betraf bisher im überwiegenden Maße die Förderung der ausländischen Schüler.
Der Anteil der Schüler und Schülerinnen mit nicht ausreichenden bzw. nicht qualitativen Deutschkenntnissen, hyperaktiver Schüler, emotional gestörter und Schüler mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und/oder anderen Problemen nimmt zu und fordert von uns Lösungen im Schulalltag. Hier muss ein Schwerpunkt und herausragendes Merkmal gesetzt werden. Wie bei sonderpädagogischem Förderbedarf geht es auch bei uns nicht um das Abweichende und Besondere, sondern um das Hervorheben der Problematik unserer Arbeit, nämlich dass besondere Lernvoraussetzungen geschaffen werden müssen, auf die die Schüler einen Anspruch haben. Wie bisher gehen wir bei unserer Konzeption davon aus, dass in einem bestimmten Zeitraum besonders die ausländischen Schüler durch notwendige Unterstützung und realisierbare Maßnahmen ihr Unterrichtsziel - die Versetzung -, erreichen sollen. Doch gerade seit der Abschaffung der Orientierungsstufe ist die Konzentration von lernschwachen und verhaltensgestörten Schülern u. a. in den unteren Klassen schon fast dramatisch. Um so wichtiger erscheint es, über geänderte Förder- und damit verbunden auch über individuelle Maßnahmen im Unterricht nachzudenken. Im Laufe der vergangenen Jahre reagierten wir immer wieder auf geänderte Voraussetzungen, z. B. durch Bildung von "Deutsch als Zweitsprache" - Kursen in verschiedenen Leistungsgruppen und "Deutsch als Zweitsprache" - Fachförderung, in der Orientierungsstufe mit Kleinlerngruppen, Rückläuferklassen und jetzt mit kleineren Klassen durch den hohen Anteil von Schülern anderer Nationalitäten (z. Z. 21 Nationen) .
2. Vorüberlegungen zu Förderkonzepten
Sonderpädagogische Überprüfungen in der Grundschule werden vorwiegend bei eindeutigen Fällen durchgeführt. Bei Grenzfällen bemüht man sich, die Schüler in die Hauptschule übergehen zu lassen. Ausländische Schüler in der Grundschule, die nicht einen deutschen Kindergarten besucht haben, wurden bisher in Deutsch selten überprüft. Weil ein Lernproblem häufig bei einem Sprachdefizit kaum auszumachen ist, werden Überprüfungen wenig vorgenommen, weil sonst vielleicht eine "Diskriminierung" dahinter vermutet wird. Die Schüler können sich aber im Laufe der Schuljahre weiterentwickeln.Bei Seiteneinsteigern in der Hauptschule ist es ebenso schwierig eine sonderpädagogische Fördermaßnahme auszumachen, weil zuerst der Erwerb der deutschen Sprache im Mittelpunkt steht und stehen muss. Häufig ist es bei einer notwendigen Alphabetisierung kaum feststellbar, worin die Problematik beim Schüler steckt: handelt es sich um Lernbehinderung, mangelnder Schulbesuch oder lückenhafter Erwerb schulspezifischer Lerntechniken.
3. Vorgaben im Unterricht und Fördermöglichkeiten
Schwerpunkt in fächer- und klassenübergreifenden Maßnahmen (differenzierende Maßnahmen im Unterricht):
- Einführung des Prinzips der flexiblen Differenzierung mit Kursen nach Leistungsfähigkeit der Schüler und bezogen auf eine Jahrgangsstufe. Geplante Einführung in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch.
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Leistungskurs 2 |
Aufsteigerkurs 1 |
Grundkurs 2 |
2 Wochen |
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Aufsteigerkurs 1 |
Aufsteigerkurs 1 |
Grundkurs 1 |
2 Wochen |
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Grundkurs 1 |
Grundkurs 1 |
Grundkurs 1 |
3 Wochen |
5 Unterrichtseinheiten im Jahr
8. Woche Wiederholung und Lernzielkontrolle
- anhand fachspezifischer Texte ein flexibles Lernangebot machen, Geschichte, Erdkunde, Biologie, Arbeit/Wirtschaft, Politik u.a.
*Einrichten von Stunden z.B. 1 Std./Wo, die speziell dafür gedacht sind für Textarbeit und Wortschatzerweiterung, Erkennung von Sprachstrukturen
- Flexibilität der Schülergruppen in den unterschiedlichen Phasen des Übens und Festigens ( evtl. klassenübergreifend) Betreuung bei lernschwierigen Gruppen (zusätzliche Lehrkraft - Teamteaching)
- Zeitweilige Differenzierung nach Jungen und Mädchen - (besonders, wenn Mädchen einer Klasse in der Minderzahl sind und der Unterricht von Jungen dominiert wird)
z. B. in Sport, in technischen Fächern
- Trainingssequenzen, mit dem Ziel zur Befähigung ein Berufspraktikum absolvieren zu können
z. B. Vorstellungsgespräche, Teamkompetenz
- Einüben von Kulturtechniken im Rahmen von Verfügungsstunden, besonders im Hinblick auf die Anforderungen der Berufswelt und des täglichen Lebens.
4. Förderung in "Deutsch als Zweitsprache"
(Kurse, wie in der bisherigen Konzeption)
Differenzierung nach
- Deutschkenntnisstand,
- Alphabetisierung
- Aufenthaltszeit in Deutschland,
- Klassenzugehörigkeit (zB: 5/6 Sj, 6/7 Sj, 7/8 Sj, 8/9 Sj)
- Spezialförderung zum Erlangen des Hauptschul- oder sogar des Realschulabschlusses.
- Individuelle Förderung zur Vermeidung der Nichtversetzung aufgrund nicht ausreichender Deutschkenntnisse
- Vergleichbare Arbeiten am Ende jeder Unterrichtseinheit mit der Möglichkeit der Kursumstufung (s. dazu Punkt 3)
- Lernfortschrittsbeschreibungen
- Bewertung auch von Gruppenleistungen
6. Auswirkungen auf die schulische Organisation
a) Die Größe der Lerngruppe müsste
- sich mehr nach den Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler richten,
- sich nach den Erfordernissen der Lerngegenstände richten,
- sich zu jahrgangsübergreifenden Gruppen (besonders bei Seiteneinsteigern in DaZ) ausbilden,
- zeitweise zur Einrichtung reiner Mädchen- und Jungengruppen führen
- zur Einrichtung von besonderen Kursen für Schulwechsler (auf- und absteigend) führen.
b) In der Organisation des Unterrichts müssten
- Stundenkontingente zeitlich und inhaltlich flexibel vergeben und
- Abweichungen von der Stundentafel zugelassen werden.
- Projektangebote (fächerübergreifend) in den einzelnen Klassenstufen zugelassen und
- Unterrichtsstunden in Klassenstufen variabler gehandhabt werden (nicht 45 Minuten - Rhythmus einhalten müssen).
Die Aufgabe unserer Schule ist es für ein integratives Miteinander zu sorgen. Bei dem besonders hohen Anteil verschiedener Nationalitäten - damit verbunden die soziokulturellen Probleme - ist dies besonders erforderlich. Es ist davon auszugehen, dass mit einer sich bessernden Einstellung der Erziehungsberechtigten gegenüber Schule in den nächsten Jahren kaum zu rechnen ist. Um so wichtiger ist es daher, dass eine Stimmung der Zufriedenheit der SchülerInnen und LehrerInnen im Schulalltag aufgebaut wird. Mit den eingeforderten Rahmenbedingungen wollen wir ein erfolgreiches Arbeiten im Sinne unseres Konzeptes erreichen. (erarbeitet von U. Schoon (Fachkonferenzleitung Deutsch als Zweitsprache), J. Flöther und U. Obermann)